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Mein Examen zur Diätassistentin – Schriftlicher Teil

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In gut vier Wochen ist es dann also soweit, mein Examen zur staatlich anerkannten Diätassistentin steht an. Alles was ich in den letzten drei Jahren gelernt habe, muss nun in den Kopf und dann auf das Papier.
Gut einen Monat dauert die Prüfungsphase und es wird einen schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil geben.

Hier erkläre ich dir kurz, welche Fächer bei mir an der Schule prüfungsrelevant sind und gebe dir einen Einblick in deren Inhalt. Wie genau das Examen abläuft, ist von Schule zu Schule unterschiedlich und kommt auch noch auf das jeweilige Bundesland an.
Dieser Blogbeitrag wird dir jetzt erst mal die Fächer des schriftlichen Teils näher bringen, denn ich möchte nicht, dass du beim Lesen genauso müde wirst wie ich beim Lernen 😉

1. Schriftlicher Teil

Der reine schriftliche Teil ist auf zwei Prüfungstage aufgeteilt, es gibt zwei Hauptfächer und sechs Nebenfächer, die jeweils zusammen geprüft werden.

Der eine Tag besteht also aus den zwei Hauptfächern: Diätetik und Spezielle Krankheitslehre. Dafür habe ich 2,5 Stunden Zeit und dieser Teil wird doppelt gewertet. Von der Menge her überwiegt hier das Fach Diätetik, da es einfach am Wichtigsten ist.

Diätetik

Ich werde oft gefragt, ob es das Wort wirklich gibt und ja, definitiv!
In diesem Fach lerne ich alle Krankheiten kennen, deren Verlauf man mit der Ernährung beeinflussen kann und natürlich wie das am Besten geht. Hier eine Reihe an Beispielen: Diabetes, Übergewicht, Leberzirrhose, Nierenversagen, Bluthochdruck oder Magenentfernung.

Das, was mir aus diesem Fach wohl für immer in Erinnerung bleiben wird: Salt kills!
Ja, so stand es wirklich mal auf einer Folie. Ein akzeptabler Salzkonsum wären so 6 g/Tag und da zählt auch schon das verarbeitete Salz in fertigen Lebensmitteln dazu. In der Realität ist es wohl gut und gerne mal das Doppelte pro Tag. Eine längerfristige sehr hohe Salzaufnahme kann z.B. zu Bluthochdruck führen.

Spezielle Krankheitslehre

Hier lerne ich die Entstehung und den Verlauf der ernährungsabhängigen Krankheiten kennen. Durch die medizinischen Fachbegriffe und komplexen Zusammenhänge ist dieses Fach eines der Schwersten, aber auch eines der Wichtigsten. Es wird von Ärzten und Professoren unterrichtet

Man hört ja immer, wie schlecht das Rauchen und Alkohol trinken sei, aber auf wie viele Krankheiten diese beiden Laster tatsächlich Einfluss haben, ist wirklich erschreckend! Alkohol in Maßen und nicht jeden Tag ist hier jetzt nicht gemeint, aber das Rauchen sollte man am Besten gar nicht erst anfangen oder sich wieder abgewöhnen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, aber ich bin auch sehr stolz auf Jeden aus meinem Umfeld, der es geschafft hat!

2. Schriftlicher Teil

Der andere Tag besteht aus Anatomie & Physiologie, Biochemie, Berufs- und Staatskunde, Ernährungslehre, Lebensmittelkunde und Koch- & Küchentechnik.

Hier sind die einzelnen Fächer unterschiedlich gewichtet und insgesamt fließt die Prüfung in das Examen einfach gewertet ein. Ich habe 3 Stunden Zeit und die Entscheidung, ob ich mit dem schlimmsten oder mit dem besten Fach anfange, liegt ganz bei mir… 😉

Anatomie & Physiologie

Der Körper ist schon eine echte Maschine! Alles was reinkommt, geht auch wieder raus und wird dazwischen verwertet, abgebaut, aufgebaut und eingelagert.
In diesem Fach geht es um den Aufbau und die Funktion unserer Organe, Muskeln und Zellen. Ich finde das oft sehr interessant und richtig beeindruckend, was der Körper alles leistet.

Wusstest du, dass unser gesamtes Blut innerhalb von 5 Minuten einmal durch die Niere gelaufen ist und dabei auch noch gefiltert wurde?! Arbeit im Akkord würde ich sagen!

Biochemie

All die Vorgänge in unserem Körper sind natürlich auch auf dem Papier darzustellen. Egal ob die Fettverdauung, der Aufbau der einzelnen Proteine oder die Energiegewinnung… all diese Reaktionsabläufe sollten jetzt noch möglichst schnell in meinen Kopf!

Hier ein einfaches Good to Know: Proteine, also Eiweiße, werden aus 20 verschiedenen Aminosäuren aufgebaut. 9 von diesen “Bausteinen” sind unentbehrlich, das heißt, wir müssen sie mit der Nahrung zuführen.

Berufs- und Staatskunde

Wie hat sich der Beruf der Diätassistenten eigentlich entwickelt und was macht ein Bundeskanzler? Auch solche Fragen müssen beantwortet werden und das Ein oder Andere ist doch sehr interessant – Allgemeinwissen quasi 😉

Ein bisschen mehr über meinen Beruf, kannst du übrigens auch hier lesen.

Ernährungslehre

Das ist eigentlich eins meiner Lieblingsfächer, man lernt immer wieder was Neues. Es ist wie Biochemie, nur nicht so theoretisch und mit so vielen komischen Zahlen und Buchstaben  😀
Hier lernt man zum Beispiel die Makro- und Mikronährstoffe genauer kennen, also Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, sowie Natrium, Kalium, Calcium oder Eisen. Aber auch die Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit sind wichtige Themen.

Weißt du, wie wichtig Vitamin D für uns ist? Wenn wir zu wenig davon durch die Nahrung zuführen oder unsere Eigensynthese über die Haut nicht reicht, dann sind wir infektanfälliger und haben weniger Muskelkraft. Also raus an die Sonne!

Lebensmittelkunde

Von Brot über Kräuter, zu Milch und Fleisch; hier lerne ich von Grund auf die alltäglichen Lebensmittel nochmal ganz neu kennen. Wie viele gesetzliche Grundlagen es da gibt und dass bestimmte Bezeichnungen für bestimmte Produkte geschützt sind, hätte ich wirklich nicht gedacht. Aber das Gelernte aus diesem Fach, kann ich auch öfter mal in Gesprächen und bei Freunden gebrauchen -> Streberlife  😳
Das Fach Lebensmittelkunde nimmt für diesen Fächerblock im Examen die meiste Punktzahl ein. 

Hast du schon mal Joghurt mit Kiwi gegessen und der war richtig bitter und ungenießbar? Ja, das liegt am eiweißspaltenden Enzym der Kiwi, dem Actinidain. Das gleiche passiert übrigens auch mit Ananas (Bromelin) und Papaya (Papain). Diese Früchte einfach erst kurz vor dem Essen hinzugeben und gleich genießen.

Koch- & Küchentechnik

Diesem Fach hab ich sehr viel zu verdanken! Neben dem praktischen Unterricht in der Küche, habe ich hier das Kochen gelernt. Die unterschiedlichen Teigarten, die Möglichkeiten der Kloßherstellung, wie ich den perfekten Braten zauber und wie ich mit den verschiedenen Küchengeräten umzugehen habe.
Wenn man küchentechnisch fit ist, kann man sich auch eigene Rezepte ausdenken und vor allem ohne Rezept kochen, danke!

Hier ein kleines Back-Einmaleins: Mehl dient als Porengerüst, Eier binden die Zutaten und wirken lockernd, Zucker fördert die Bräunung und Fett macht den Teig geschmeidiger. Gewusst wie und ab in die Küche!

Nächster Halt: das mündliche und praktische Examen

Das war jetzt ein kleiner Ausblick auf den schriftlichen Teil. Wenn du dich bis hierhin durchgekämpft hast, dann willst du sicher auch wissen, wie mein mündliches und praktisches Examen abläuft.

Dazu schreibe ich die Tage einen zweiten Teil mit den wichtigsten Infos und den findest du dann hier. Ob ich lieber schriftlich oder mündlich geprüft werde, kann ich gar nicht sagen… wie ist das bei dir? Macht dich so ein mündliches Examen sehr nervös? Was machst du dagegen und hast du irgendwelche Tipps für mich und meine Mitschüler? Schreib mir dazu doch einen Kommentar, vielleicht kannst du mir ja helfen!  🙂 

Ich hoffe du genießt das Wetter für mich mit, denn ich bin ja eher der Drinnenlerner. Wie meine Examensvorbereitungen so laufen, kannst du übrigens auch bei Instagram in meiner Story mitverfolgen -> #stalkerlife

Drück mir die Daumen!

Alles Liebe

Lisa  🌟

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2018-05-31T13:26:23+00:00

2 Comments

  1. […] Startseite/Mein Examen zur Diätassistentin – Praktischer Teil Previous Mein Examen zur Diätassistentin – Praktischer […]

  2. […] guter Letzt steht also noch das mündliche Examen an. Das Schriftliche und Praktische habe ich an dieser Stelle bereits geschafft, lies dir den Ablauf dazu gerne noch mal […]

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