Gesundheit am Arbeitsplatz

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Heute ist der Tag der Gesundheit am Arbeitsplatz und ich stelle dir 6 Tipps und Tricks vor, wie du mehr auf dich selbst und deine Kollegen achten kannst, damit ihr euch wohl fühlt und gesund bleibt. Außerdem erkläre ich dir den Unterschied zwischen der Verhältnis- und der Verhaltensprävention, damit du eben nicht nur dir, sondern auch Anderen etwas Gutes tun kannst.

Was bedeutet Gesundheit am Arbeitsplatz?

Gesundheit ist natürlich nicht nur für einen Selbst das höchste Gut, nein auch dein Arbeitgeber hat Interesse daran, dass Du gesund bleibst. Gesundheit reduziert die Krankheitstage und die damit entstehenden Kosten. Gesunde Mitarbeiter haben auch eine höhere Leistungsfähigkeit und eine gesteigerte Produktivität.
Für mich gehört zur Gesundheit auch das Wohlfühlen! Wer sich wohlfühlt hat weniger Stress, trägt zu einem guten Betriebsklima bei und ist ein zufriedener Mitarbeiter.

Die Gesundheit am Arbeitsplatz kann durch zwei verschiedene Ansätze beeinflusst bzw geändert werden: durch die Verhaltens- und die Verhältnisprävention.

Präventiv arbeiten

Prävention heißt soviel wie Vorbeugen, also den eigenen Krankheiten und denen der Mitarbeiter und Kollegen vorbeugen, sodass wir gesund bleiben. Denn wie heißt es immer so schön: Vorsorge ist besser als Nachsorge!

Verhaltensprävention

Bei der Verhaltensprävention geht es um das Verhalten jedes Einzelnen. Auf der Arbeit ist damit jeder einzelne Mitarbeiter gemeint. Es sollen die individuellen und eigenen Verhaltensweisen beeinflusst werden, um einen möglichst gesunden Lebensstil zu führen und um somit möglichst gesund zur Arbeit zu kommen.
Hier ein paar Beispiele:
Hat dein Kollege sonst immer einen Schokoriegel in der Mittagspause dabei und jetzt plötzlich einen Apfel?! Dann hat er mit diesem Austausch sein Verhalten geändert.
Läuft er plötzlich die Treppe, anstatt den Aufzug zu nehmen?! Auch hier hat er sein Verhalten geändert.
Hat aber dein Arbeitgeber endlich mal eine Treppe neben dem Aufzug eingebaut, dann kommen wir damit zur Verhältnisprävention.

Verhältnisprävention

Bei der Verhältnisprävention geht es darum, den Arbeitsplatz und die Arbeitsbedingungen gesundheitsgerecht zu gestalten. Es geht hier also um die Umgebung des Einzelnen. So sollen arbeitsbedingte Krankheiten gar nicht erst auftreten.
Auch hier wieder ein paar Beispiele:
Der unbequeme Bürostuhl wurde durch einen ergonomischen ausgetauscht oder es lässt sich jetzt durch einen höhenverstellbaren Schreibtisch auch im Stehen arbeiten.
In der Küche steht ein frischer Obstkorb, bei dem jeder zugreifen darf. Hiermit wurden die Verhältnisse geändert, um jetzt den Apfel anstatt den Schokoriegel zunehmen, muss jeder Einzelne nur noch sein Verhalten ändern.

Ich möchte dir jetzt ein paar Tipps und Tricks mitgeben, wie du dein Verhalten und deine Verhältnisse, aber auch das Verhältnis für alle Anderen ändern kannst. Natürlich kannst du jetzt nicht (sollte es tatsächlich keine geben) einfach eine Treppe bauen. Hier müsste dein Arbeitgeber die Verhältnisse ändern, sprich ihn bei Bedarf oder wenn dir Ideen kommen doch mal darauf an.

6 Tipps für deine Gesundheit am Arbeitsplatz

Es geht mir darum, wie du dir einen Arbeitsplatz zum Wohlfühlen schaffen kannst! Das Rad muss nicht neu erfunden werden, man muss nur mal wieder daran denken  😉

1. Aktiv sein

Alle die im Büro arbeiten, wissen wie anstrengend es für den Körper ist, einen Tag im Sitzen zu verbringen. Deshalb ist es wichtig regelmäßig aufzustehen! Du kannst auch schon etwas für deine Bewegung machen bevor du auf der Arbeit ankommst, indem du mit dem Rad dorthin fährst oder hinläufst.
Nutze auf jeden Fall deine Mittagspause um aktiv zu sein. Gehe raus und bewege dich etwas an der frischen Luft. Egal ob 10, 20 oder 30 Minuten – du wirst dich danach gut fühlen! Oft kannst du so auch dem Mittagstief nach dem Essen vorbeugen.

Hier aber ein noch ein paar Ideen wie du während der Arbeit aktiver sein kannst:

  • Besorge dir ein Headset und führe deine Telefonate so weit es geht im Stehen oder Gehen.
  • Frage nach einem höhenverstellbaren Schreibtisch.
  • Besuche deine Kollegen ein Stockwerk höher oder 2 Türen weiter, anstatt Sie anzurufen oder eine Mail zu verschicken.
  • Nutze die Toilette, die etwas weiter entfernt von dir ist .
  • Stell dir einen Wecker zur Erinnerung um regelmäßig aufzustehen.
  • Ein Schrittzähler kann motivierend wirken und oft ist es interessant zu wissen, wie viel man überhaupt läuft (10.000 Schritte sind das Ziel).
  • Trete doch in Schrittduellen gegen deine Arbeitskollegen an und motiviere Sie so gleich mit.

2. Obst- & Gemüsekorb

Ich glaube über frisches Obst und Gemüse freut sich eigentlich jeder! 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse (jeweils eine Hand voll) sollten pro Tag auf unserem Speiseplan stehen. Das fällt Vielen nicht leicht, deswegen kann es helfen geschnittenes Obst und Gemüse griffbereit zur Hand zur haben. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe… Obst und Gemüse machen uns fit!
Mit deinem persönlichen Obst- und Gemüsekorb kannst du dein Verhalten und deine Verhältnisse ändern. Mit einem Korb für Alle (schließt euch doch zu einer Gruppe zusammen) kannst du die Verhältnisse für jeden ändern.
Offen zugänglich in der Gemeinschaftsküche, kann der Obstkorb auch schnell die Süßigkeitenschublade ablösen und dich aus deinem Nachmittagstief holen.

  • Macht eine Obst- & Gemüsekasse in die jeder einen festen Betrag wirft und aus der dann bezahlt wird.
  • Es kann auch jeder an festen Tagen etwas Obst zur Arbeit mitbringen und es wird dann dort nach Bedarf geschnitten.
  • Wechselt euch mit dem Schneiden (und dem Einkaufen) ab; 10 Minuten Arbeit können eine große Wirkung auf den ganzen Tag haben.
  • Versucht regional und somit saisonal einzukaufen, so herrscht immer Abwechslung im Korb.

3. Trinken

Viel trinken ist wichtig – das weiß jeder. Wenn man sehr in die Arbeit vertieft ist, kann das schnell zur Nebensache werden. Durch einen Flüssigkeitsmangel können Kopfschmerzen auftreten, wir fühlen uns schlapp und nicht mehr so leistungsfähig. 1,5 – 2 Liter (im Sommer gerne mehr) solltest du dir als Tagesziel setzen. Versuche den größten Teil der Menge mit zuckerfreien Getränken zu decken. Bedenke immer die „leere“ (weil du dadurch keine Sättigung erlangst) Kalorienmenge die Softdrinks & Co. mit sich bringen (1 Liter Cola = 420 Kalorien = ein belegtes Käsebrötchen).

  • Stelle dir ein Glas in dein Blickfeld und die Flasche am besten gleich daneben.
  • Du kannst ein leeres Glas auch als Aufforderung sehen, dich wieder zu bewegen um es erneut zu füllen.
  • Wenn du mit Flaschen arbeitest, hast du einen besser Überblick über die Menge, die du schon getrunken hast bzw. noch trinken willst.
  • Sollte dir einfaches Wasser zu langweilig sein,  dann verleihe ihm mit Minze, Ingwer, Gurken, Beeren, Zitrone, o.ä.… Geschmack. Du kannst auch Tee kochen und ihn kalt werden lassen, so hast du eine super Erfrischung im Sommer.
  • Wenn du wieder die Verhältnisse für alle ändern möchtest, dann stelle doch eine Wasserkaraffe mit Geschmack deiner Wahl und ein paar leere Gläser in die Gemeinschaftsküche.

4. Lüften

Frische Luft lässt uns besser arbeiten, denn bei Sauerstoffmangel wird unsere Leistungsfähigkeit eingeschränkt! Regelmäßiges Lüften ist daher ein Muss!

  • Im Winter eignet sich kurzes Stoßlüften. Dabei wird das Fenster komplett geöffnet und nicht nur gekippt.
  • Bei angenehmen Temperaturen darf das Fenster auch gerne den ganzen Tag offen sein, solange es die Außengeräusche zulassen.
  • Im Sommer ist es besser früh am Morgen (oder über Nacht) zu lüften, also dann, wenn es draußen kühl ist. Wenn hier den ganzen Tag das Fenster offen ist, hat es auch schnell im Raum >30°C.
  • Ventilatoren können im Sommer etwas Abhilfe schaffen und das Gefühl von kalter Luft erzeugen. Aber bitte nicht übertreiben, denn eine Erkältung trägt nicht zur Gesundheit bei.
  • Du kannst es dir auch zur Gewohnheit machen, das Fenster immer dann zu öffnen, wenn du den Raum kurz verlässt. Beachte hier die vorhergehenden Tipps wie z.B. die Außentemperatur. Du sollst beim Zurückkommen nicht erfrieren 😉

5. Ruhe

Für konzentriertes Arbeiten braucht man Ruhe. Wie ruhig es sein muss, hängt von jedem persönlich ab und das entscheidet jeder individuell für sich.

  • Ist es auf den Fluren zu laut, dann schließe die Bürotür und verschaffe dir so etwas Abstand zum Lärm.
    Ich selbst arbeite gerne mit offener Tür, da ich mich und auch die anderen nicht ausschließen oder bei Fragen erreichbar sein will. Für manche Arbeiten geht das nur einfach nicht.
  • Solltest du kein eigenes Büro haben, dann ziehe dich an einen ruhigen Ort zurück. Ich kenne Büros, die einen Ruheraum haben, indem nicht gesprochen und nur leise gearbeitet werden darf. Aber auch ein leerer Konferenzraum kann als Rückzugsort dienen.
  • In Großraumbüros könnte dein Arbeitgeber Trennwände zur Lärmminderung aufstellen und somit die Verhältnisse für alle ändern. Sollte das nicht gehen, nutze z.B. Ohropax und ändere damit dein Verhalten.

6. Pflanzen & Deko

Die beruhigende Wirkung von Pflanzen wird oft vernachlässigt. Mit Pflanzen fühlen wir uns meist wohler und sie können einem tristen Büro etwas Freude schenken.

  • Selbstverständlich muss die kleine Pflanze auch gepflegt werden, übertreibe es aber nicht. Sollte Sie z.B. dauerhaft zu feucht sein, kann sich Schimmel bilden und der wiederum trägt nicht zu unserer Gesundheit bei.
  • Solltest du keinen allzu Grünen Daumen haben, dann probier es doch mit einem Kaktus. Einfache Schnittblumen in einer Vase sehen auch sehr schön aus und so hast du auch regelmäßig Abwechslung.
  • Bitte gehe sicher, dass keiner deiner Kollegen auf die auserwählte Pflanze allergisch ist (z.B. ist Ficus manchmal ein Problem).

Dekoriere doch deinen Arbeitsplatz, genau wie dein Zuhause, auch Jahreszeitengemäß. Wir verbringen oft mehr Zeit auf der Arbeit als daheim, wieso sollten wir uns nicht auch hier passend einstimmen?

  • Übertreibe es nicht und wähle nichts was Dreck macht (einen Laubhaufen braucht vermutlich niemand). Über einen nett lächelnden Hasen oder ein paar Weihnachtssterne am Fenster kann sicher niemand etwas sagen. 

Jetzt bist du am Zug!

Das waren meine kleinen Tipps, damit du dir einen Arbeitsplatz schaffen kannst, an dem du dich wohlfühlen kannst und möglichst gesund bleibst!

Erwähnen möchte ich noch meinen Lieblingssatz: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier!
Sollte es dir also schwer fallen zur Arbeit zu laufen oder regelmäßig zu trinken, dann übe es! Erinnere dich, mach es zur Routine und lass es zur Gewohnheit werden. Das wird dich am Anfang vielleicht etwas mehr Kraft kosten, aber hinterher freust du dich umso mehr, wenn es klappt  😉

Was sind denn deine ultimativen Tipps für ein gutes Arbeitsklima oder die Gesundheit am Arbeitsplatz?
Schreib Sie gerne als Kommentar, so können andere auch profitieren und ihr Verhalten oder ihre Verhältnisse verändern.

Wenn du jetzt schon viel für dich getan hast und dein Verhalten belohnen möchtest, dann sind diese gesunden Karottenmuffins aus Vollkornmehl perfekt dafür geeignet!

Besuch mich doch auch mal bei Instagram und Facebook, ich würde mich freuen  🙂

Alles Liebe

Lisa 🌟

2019-04-28T14:28:54+00:00

2 Comments

  1. Hannah 28. April 2019 at 15:48 - Reply

    Schöner Artikel 😉 den Tipp mit dem obstkorb versuche ich mal umzusetzen.

    • Lisa Nunn 29. April 2019 at 19:10 - Reply

      Dankeschön 🙂 Gib mir gerne Bescheid, ob es klappt 😀

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